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Als ich ein Kind war liebte ich es zu träumen. Nicht nur nebenher wie es häufig im Alltag von allein geschieht, sondern ganz bewusst. Für mich war es eine ganze normale Beschäftigung – malen, basteln, spielen und halt träumen. Meist habe ich mich dazu im Fersensitz auf mein Bett gesetzt, ein Stück Decke in meinen Händen gehalten und dann begann es auch schon – ich tauchte in eine neue Fantasiewelt ein.

Erst heute vermag ich den eigentlich Wert dahinter erkennen. Lange Zeit habe ich es liebevoll als etwas Schrulliges an mir betrachtet. Mir war bewusst, dass ich mich damit von den Menschen in meinem sozialen Umfeld unterschied. Auch wenn ich nicht sagen kann, ob sie tatsächlich das Bedürfnis dafür nicht hatten oder es unterdrückt worden war.

Fantasie ist nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes etwas Wundervolles, sondern es ist auch eine Ressource aus der wir Kraft schöpfen können. Sie baut Stress ab und fördert auch ganz allgemein unsere Resilienz. Aber da hört es noch lange nicht auf.

Deine Fantasie prägt nämlich auch deine inneren Überzeugungen. Heute nennen wir dies zu visualisieren. Sich seine Ziele oder gewünschte Handlungen oder Ereignisse immer wieder vorzustellen, um sich selbst bzw. das Mindset darauf zu programmieren und sie gleichzeitig ins Leben zu ziehen.

Der Unterschied zum Träumen ist, dass es schnell zu einer Aufgabe wird und somit auch schnell eine gewisse Willenskraft erfordert, während träumen ganz leicht und wie von selbst geschieht. Beim Träumen gibt es keine Wertung oder Überlegung der Art „Genügt das jetzt für mein Ziel? Ist die Vorstellung gut oder sollte ich sie verändern? Bin ich wirklich positiv? Ist mein Herz offen?“

Träumen geschieht einfach. Es erfordert keinerlei Mühe. Im Gegenteil, von dem ersten Moment an, wirst du davon etwas haben. Es beruhigt dich. Es wird dich motivieren. Du wirst dadurch auf neue Ideen kommen. Was auch geschehen mag, du wirst schlicht eine wunderbare Zeit haben.

Ich wünsche dir viel Freude.